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Themen: Elektrosicherheit

Beim Arbeiten mit Elektrizität kannst Du Dir auf folgende Weise Schmerzen zufügen, Dich verletzen oder gar umbringen:

In der Praxis stellen Spannungsquellen die größte Gefahr dar. Bei Kontakt verursacht Spannung einen elektrischen Strom durch Dich hindurch, dessen Stärke von Deinem Körperwiderstand abhängig ist. Es wird nach Größe der Spannung unterschieden.

Kleinspannung

Unter 60 Volt Gleichspannung (DC) ist keine Sicherheitsvorkehrung notwendig, denn das Berühren ist nicht gefährlich, geschweige denn lebensgefährlich. Bei Wechselspannung (AC) liegt der Grenzwert jedoch bei maximal 25 Volt, da der elektrische Strom mit 50 Hz (d.h. 50 Mal pro Sekunde) seine Richtung wechselt, was im Gegensatz zur Gleichspannung gefährlicher ist. Grund: Das menschliche Herz schlägt normalerweise nur 50-60 mal in einer Minute. Bei einem Stromunfall mit Wechselspannung passt es sich aber der deutlich schnelleren 50 Hz Schwingung an, was zum sogenannten Herzflimmern führt, welches im möglichen Herzstillstand resultieren kann.

Wenn Du dagegen eine Spannungsquelle mit einer Gleichspannung von 60 Volt bis 120 Volt (oder 25V-50V AC) berührst, bist Du zwar noch nicht lebensmüde, aber Schmerzen gönnst Du Dir auf jeden Fall.

Niederspannung

Von 120 Volt - 1500 Volt (DC) oder 50 Volt - 1000 Volt (AC) hat für Dein fahrlässiges Verhalten im Gegensatz zur Kleinspannung lebensbedrohliche Folgen: Wenn Du nicht aufpasst landest Du im Krankenhaus oder stirbst schon vorher.

Netzspannung im Niederspannungsbereich

Zum Bereich der Niederspannung gehört auch in jedem Haus eingesetzte Netzspannung, die für die meisten Stromunfälle verantwortlich ist. Wegen der 50 Hz-Wechselspannung tritt neben Herzflimmern, Bewusstlosigkeit innerhalb von Sekunden ein. Die Wahrscheinlichkeit für eine rechtzeitige Wiederbelebung (z.B. mit Herzmassage) ist jedoch recht hoch.

Beim Arbeiten mit der Netzspannung, zum Beispiel in der Schule oder im Praktikum, musst Du folgende Sicherheitsregeln beachten, wenn Du länger leben willst:

  • Sichtkontrolle durchführen - prüfe die Anschlussleitungen, den Stecker und das Elektrogerät auf äußere Schäden. Beschädigte Geräte sollten nicht benutzt und nur vom Fachmann repariert werden.
  • Prüfplakette checken, ob sie am Elektrogerät angeklebt ist; denn sie weist die Betriebssicherheit des Geräts nach und gibt das letzte Prüfdatum an. Wenn die Prüfung länger als zwei Jahre her ist oder das Elektrogerät gar keine Prüfplakette besitzt, dann sollte es nicht benutzt werden.
  • Spannungsfreiheit feststellen, was durch geeignete Spannungsprüfer möglich ist.
  • Mit Schutzerde verbinden: Jeder leitende Gegenstand (z.B. ein metallischer Tisch), den Du beim Arbeiten mit Elektrizität berühren könntest, muss geerdet sein. Dafür und nur dafür werden grün-gelbe Kabel verwendet.

Hochspannung

Von über 1500 Volt (DC) oder 1000 Volt (AC) führt zur starken Schädigung des Gewebes durch thermische Einwirkung, sprich: Verbrennung. Dies liegt daran, dass bei hohen Spannungen höhere Ströme fließen können. Bei Spannungen über 10 Kilovolt musst Du nicht mal die Spannungsquelle berühren, um einen Stromschlag zu bekommen, da die Luft nur begrenzt isoliert.

Nicht nur hohe Spannungen sind gefährlich; auch zu viel Strom ist ein Problem. Du solltest beispielsweise nicht - unwissend über die elektrische Leistung deiner Geräte - mehrere Steckdosenleisten hintereinander schalten, denn durch zu hohe Leistung (über 3500 Watt) wird die Steckdose heiß und könnte anfangen an zu brennen. Beim Schwelbrand können außerdem giftige Chemikalien freigesetzt werden.

Und, wenn ein Unfall passiert ist?

Bei einem Elektrounfall sollte man sofort:

  • Stromkreis unterbrechen - beispielsweise, indem Stecker gezogen oder Not-Aus-Schalter gedrückt wird.
  • Das unter Spannung stehende Opfer nicht selbst anfassen, sondern mit einem nicht-leitenden Gegenstand (z.B. Holzbrett) vom Kontakt wegschubsen.
  • Wenn nötig, Defibrillator benutzen.

Aus diesen Gründen sollte noch jemand im Raum sein, der Dir im Notfall Hilfe leisten kann.

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