Absolute und relative Zeit | Ideenwerkstatt

Wenn man die Formel der speziellen Relativitätstheorie für die Berechnung der Zeitdilatation nimmt und in sie - schrittweise - immer höhere, der Lichtgeschwindigkeit sich nähernde Geschwindigkeit einsetzt, dann stellt man fest, dass die Zeit gegen Null strebt. Wenn es also möglich wäre ein Objekt auf die Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen (was aber aufgrund des Massenzuwachses nicht geht), dann würde für dieses Objekt keine Zeit vergehen bzw. die Zeit würde unendlich verlangsamt sein. Das Licht besitzt aber diese maximal erreichbare Geschwindigkeit – für das Licht vergeht also theoretisch keine Zeit. Wenn aber für die elektromagnetische Welle "Licht" keine Zeit vergeht, dann kann es auch keine Evolution des Lichtes geben. Es muss also das gleiche Licht sein, wie das Licht kurz vor dem Urknall. Eine elektromagnetische Welle könnte somit die Historie des Universums offenbaren.

Das Licht darf auch nicht als ein Bezugssystem verwendet werden, denn es passt sich anderen Bezugssystem an. Beispiel: Wenn man mit dem Auto fährt und die Scheinwerfer anschaltet, dann würde man sich denken, dass zur der Geschwindigkeit des Scheinwerferlichts die Geschwindigkeit des Autos addiert werden muss; was aber ein Irrtum ist. Die Lichtgeschwindigkeit bleibt merkwürdigerweise konstant! Wie erklärst Du dir das? Eine elektromagnetische Welle ist bezugssystemunabhängig, d.h. das Licht ist nicht überhol-, einhol- oder beschleunigbar.

Kernpunkt: Wenn das Licht bezugssystemunabhängig ist und die These mit dem Zeitstopp stimmt; wie kann es dann sein, dass für einen Teil des Universums - nämlich für die massebehaftete Materie - die Zeit vergeht, für einen anderen Teil - elektromagnetische Welle - nicht?! Dieser Gedanke bringt einige Schwierigkeiten mit sich. Würde das Universum plötzlich verschwinden, dann würde das Licht – aufgrund keines Zeitflusses – weiter existieren, während alles andere verschwunden ist. Um dieses Paradoxon zu lösen, muss man eines der Postulate annehmen:

  1. Es gibt eine universelle, absolute Zeit, die sich von der relativistischen Raumzeit, sowie dem Inhalt des Universums nicht beeinflussen lässt und das Licht diese Art der Zeit besitzt.
  2. Die Zeit ist lediglich nur eine Illusion; ein Mechanismus unseres Körpers.

Wenn man die Entstehungszeit eines massereichen Objektes (z.B. eines schwarzen Lochs) ungefähr kennt; sowie dessen Masse, dann kann man sich die allgemeine Relativitätstheorie zunutze machen und die Zeitdilatation ausrechnen. Die Zeitdifferenz kann beispielsweise angeben, um welche Zeitspanne das massereiche Objekt in der Entwicklung des Universums zurückliegt: \( t_{alter}' = (t_{uni} - t_{obj}) + t_{dil} \) Mit:

Beispiel: \( t_{alter}' = (13,75Ga - 3Ga) + 2,6Ga = 13,35Ga \)

Das gilt aber nur, wenn wir annehmen, dass das Universum tatsächlich ungefähr seit 13,75 Mrd. existiert, denn nur so hat man einen "absoluten" zeitlichen Bezug! Somit ist im obigen Rechenbeispiel das massereiche Objekt nach 10,75Mrd. Jahren nach dem Big Bang entstanden. Und 2,6 Mrd. Jahre wäre beispielhaft ein errechneter Wert der Allgemeinen Relativitätstheorie. Für das Objekt ist das Universum also: 13,35 Mrd. Jahre alt und nicht - wie aus unserer Perspektive betrachtet - 13,75 Mrd. Jahre. Für das schwarze Loch ist das Universum also um 0,4 Mrd. Jahre jünger! Das gilt natürlich nicht nur für massereiche, sondern auch für schnelle Objekte! Man kann aber auch - wie es mit der Temperatur ähnlich ist - , einen Massenschwerpunkt der Umgebung ermitteln und so eine ganze Umgebung als Bezugssystem betrachten!

Es gibt Orte im Universum, die weniger gravitativ beeinflusst sind (geringere, durchschnittliche Massendichte) im Gegensatz zur gravitativen Umgebung der Erde als Messort. Für die massearme Umgebung oder massearmes Objekt würde die Zeit im Vergleich zu unserer Umgebung noch schneller vergehen. Wenn es also irgendwann ein Tod des Universums geben sollte, ohne der Annahme weder des 1. noch des 2. Postulates, dann würden zuerst die massearmen Umgebungen "absterben" und erst danach die massereichen.

Skizze der Zeit

Daraus kann man folgern, dass das Licht der wenig gravitativ beeinflussten Objekte oder Umgebungen aus der Zukunft kommt. Beispiel: Wenn unser Sonnensystem \(t_{geg}=5 Mrd. Jahre\) ist, die masseärmere Umgebung - aufgrund der relativen Zeit - \(t_{zuk}=4 Mrd. Jahre\) und die Entfernung zwischen diesen Bezugssystemen so groß ist, dass das Licht genau 1 Mrd. Jahre braucht, bis es von der massearmen Umgebung uns erreicht. Wenn das Licht bei uns angekommen ist, ist unsere Umgebung 6 Mrd. Jahre alt (ohne Berücksichtigung der Zeitdilatation!) und die massearme Umgebung 5 Mrd. Jahre. Das Licht übermittelt uns die Information aus der Zeit, als die massearme Umgebung noch 4 Mrd. Jahre alt war. Ähnlich ist es mit der massereichen Umgebung.

Insgesamt:

Man muss nur die Möglichkeit finden, wie man diese Zeitdifferenz erkennt. Ich bevorzuge das erste Postulat! Das Licht darf keine relativistische Zeit besitzen, denn es würde von verschiedenen Umgebungen (mit relativistischer Zeit) beeinflusst sein und somit die übermittelte Information verfälschen. (Ähnlich der Theorie der Lichtermüdung); was gleichzeitig die Widerlegung des Urknalls und Verfälschung des Alters des Universums wäre. Die elektromagnetische Welle ist also nicht nur bezugssystemunabhängig, sondern auch zeitlich absolut! Daraus folgere ich: Es gibt zwei Arten der Zeit! Die relativistische Zeit (ART, SRT) und die unbeeinflussbare absolute Zeit.

Wir können das Licht bündeln, Intensität erhöhen, abschirmen, ablenken und viele andere Dinge damit anstellen, aber wir werden niemals dessen innere Uhr, dessen absolute Zeit beeinflussen können.

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