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Alexander Fufaev

Standardisierte Benennung

Na, wie war Dein Tag so?

Standardisierte Benennungen in den Wissenschaften, um möglichst wenig Verwirrung bei den Lernenden zu stiften.

Warum ist eine Festlegung / Vereinheitlichung sinnvoll?

#1 Beispiel eines konkreten Problems: Man fragt einen Schüler, der noch nichts mit der speziellen Relativitätstheorie zu tun hatte, ob "Längenkontraktion" und "Lorentzkontraktion" das gleiche Phänomen beschreiben. Zur Zeit könnte er diese Frage nicht beantworten, weil er sich mit der speziellen Relativitätstheorie nicht auskennt. Wenn die Wissenschaft aber eine eindeutige Sprache besitzt, kann er zumindest sagen, dass die beiden Begriffe zwei unterschiedliche Phänomene beschreiben, denn in der Wissenschaft wird alles eindeutig und klar bezeichnet. Zur Zeit sind die beiden Begriffe jedoch synonym. Redundant und verwirrend...

#2 Beispiel eines konkreten Problems: In meiner Schulzeit hat mich die Drei-Finger-Regel immer verwirrt. Wenn ich danach googelte, wurde sie mal mit UVW-Regel, rechte Hand Regel oder FBI-Regel bezeichnet und es war mir nicht klar, ob sie komplett das Gleiche meinen.

#3 Beispiel eines konkreten Problems: Als ich erfahren habe, dass ein Objekt auf der Erde eine Zentrifugalbeschleunigung erfährt (im mitbewegten Bezugssystem), was mir dann nicht mehr klar, was immer unter Ortsfaktor \( 9.81 \text{m}/\text{s}^2 \) gemeint war... War das ein Wert (+ Benennung) nur für den Anteil der Beschleunigung, der durch Gravitationskraft hervorgerufen wurde oder war da die Zentrifugalkraft mit einberechnet?

#4 Beispiel eines konkreten Problems: Manche Skripte, die ich in der Uni gelesen habe (insbesondere in der Elektrotechnik), enthielten Bennenungen, die gar nicht erklärt wurden. Nach dem Googeln stellte ich jedoch immer wieder fest, dass damit etwas gemeint war, was ich bereits kannte. Zum Beispiel wurde für "Federkonstante" die Bezeichnung "Federsteifigkeit" verwendet. Dieses Uneinheitlichkeit führt dazu, dass der Lernende (ohne Verwendung von Google o.Ä.) denkt, dass er überhaupt KEINE Ahnung hat, obwohl er SEHR WOHL Ahnung hat.

Folgende Festlegungen sind willkürlich, wenn keine Vorteile des einen Begriffs gegenüber dem anderen festgestellt wurden. Die fettmarkierten Fachbegriffe müssen bei der wissenschaftlichen Kommunikation bevorzugt werden.

Liste mit Benennungen

Offizielle Benennung [+ Kurzform] Veraltet / ungeeignet Umgangssprachlich
Physik / Chemie
Experiment - Versuch
Isoliertes System [?] Abgeschlossenes System -
Längenkontraktion Lorentzkontraktion -
Kovalente Bindung Homöopolare Bindung, Atombindung -
Ionisationsenergie (auch: Bindungsenergie) Ionisierungspotential, Ionisierungsenthalpie -
Strahlungsdruck [?] Lichtdruck -
Kreisfrequenz \( \omega ~=~ 2\pi f \) Frequenz -
Kreiswellenzahl \( k ~=~ \frac{2\pi}{\lambda} \) Wellenzahl -
Materialkonstante Stoffkonstante -
Diffusionskoeffizient Diffusionskonstante, Diffusivität -
Molare Masse Molgewicht Molmasse, stoffmengenbezogene Masse
Levi-Civita-Symbol Permutationssymbol Epsilon-Tensor, (deskriptiv: Total antisymmetrischer Tensor)
Axialvektor Pseudovektor, Drehvektor -
Mechanik
Gravitationskraft[?] - Schwerkraft
Gravitationsbeschleunigung \( g \) [?] Ortsfaktor, Erdbeschleunigung -
Fallkraft[?] - Gewichtskraft
Fallbeschleunigung [?] Ortsfaktor, Erdbeschleunigung -
Zentrifugalkraft - Fliehkraft
Zentrifugalbeschleunigung - -
Zentripetalkraft - -
Zentripetalbeschleunigung - -
Corioliskraft - -
Coriolisbeschleunigung - -
Auftriebskraft - -
Auftriebsbeschleunigung - -
Reibungskraft Friktion, Reibungswiderstand, Reibung -
Reibungsbeschleunigung - -
Normalkraft - -
Normalbeschleunigung - -
Tangentialkraft - -
Tangentialbeschleunigung - -
Hangabtriebskraft Hangabtrieb -
Hangabtriebsbeschleunigung - -
Haftkraft[?] Haftreibungskraft, Haftreibung, Ruhereibung -
Rollreibungskraft Rollwiderstand, Rollreibung, rollende Reibung -
Rollreibungsbeschleunigung - -
Gleitreibungskraft Gleitreibung -
Gleitreibungsbeschleunigung - -
Strömungswiderstandskraft Strömungswiderstand -
Strömungswiderstandsbeschleunigung - -
Trajektorie - Bahnkurve, Flugbahn
Trägheitsprinzip (1. Newtonsches Axiom) Trägheitsgesetz, Inertialgesetz -
Masse[?] Gewicht -
Federkonstante Direktionskonstante, Richtgröße, Federsteifigkeit -
Kinetische Energie Geschwindigkeitsenergie o.Ä. Bewegungsenergie
Elastische Energie - Verformungsenergie, (für eine Feder: Spannenergie)
Deformation Verzerrung u.Ä. Verformung
Viskosität Zähigkeit Zähflüssigkeit
Impulserhaltungssatz Impulssatz -
Drehimpuls Drall, Impulsmoment Schwung
Trägheitsmoment Inertialmoment, Drehmasse, Massenträgheitsmoment -
Breitengrad [?] Geographische Breite, geodätische Breite -
Boltzmann-Verteilung (oder Boltzmann-Statistik) Gibbs-Boltzmann-Verteilung, Gibbs-Boltzmann-Statistik -
Erhaltungsgröße Noether-Ladung, Integrale der Bewegung, Konstante der Bewegung -
Optik
Strahlungsintensität Strahlungsstärke -
Brechungsindex Brechzahl, optische Dichte -
Linsengleichung Abbildungsgleichung -
Absorptionskoeffizient Schwächungskoeffizient, Dämpfungskonstante -
Konvexlinse Kollimatorlinse, Positivlinse -
Refraktion? - Brechung
Diffraktion? - Beugung
Diffraktionsgitter? Optisches Gitter Beugungsgitter, Gitter
Huygenssches Prinzip Huygens-Fresnelsches Prinzip -
Elektrizität & Magnetismus
Elektrische Feldkonstante Elektrische Konstante, Influenzkonstante -
Magnetische Feldkonstante (oder: Vakuumpermeabilität) Magnetische Konstante, Induktionskonstante -
(Ladungsträger)Mobilität - Beweglichkeit
Influenz Elektrostatische Induktion -
Massenspektrometer Massenspektrograph Massenfilter
Gegeninduktivität Koppelinduktivität, induktive Kopplung, magnetische Kopplung -
Selbstinduktivität Eigeninduktivität, Induktivität -
Impedanzkopplung Galvanische Kopplung -
Magnetische Flussdichte \( \vec{B} \) Magnetische Induktion, Flussdichte Magnetfeld
Lorentzkraft \( \vec{F}_{\text L} ~=~ q \, \vec{E} + q \,\vec{v} \times \vec{B} \) nur der magnetische Anteil \( \vec{F}_{\text L} ~=~ q\,\vec{v} \times \vec{B} \) als Lorentzkraft bezeichnet. -
Lenzsche Regel Lenzsches Gesetz -
Elektromagnetische Induktion Faradaysche Induktion Induktion
Zyklotronfrequenz Gyrationsfrequenz -
Debye-Länge Debye-Radius -
Magnetisches Moment Magnetisches Dipolmoment -
Gyromagnetischer Faktor Landé-Faktor, g-Faktor -
Elektrische Konduktivität - Elektrische Leitfähigkeit
Elektrische Resistivität - Spezifischer elektrischer Widerstand?
Elektrische Resistenz - Elektrischer Widerstand
Thermodynamik (ugs. Wärmelehre)
Gaskonstante Universelle Gaskonstante, Ideale Gaskonstante, allgemeine Gaskonstante -
Ideale Gasgleichung [?] Allgemeine Gasgleichung, Thermische Zustandsgleichung idealer Gase -
Stoffmenge Molmenge, Molzahl -
Carnot-Wirkungsgrad Carnot-Faktor -
Temperatur (SI-Einheit: Kelvin) [?] - (Deskriptiv: Thermodynamische Temperatur, Absolute Temperatur)
Celsius-Temperatur / Temperatur in Grad Celsius Temperatur -
Fahrenheit-Temperatur / Temperatur in Grad Fahrenheit Temperatur -
Adiabatenexponent Isentropenexponent -
Thermische Energie [?] Wärmeenergie -
Thermische Konduktivität Wärmeleitfähigkeit, Wärmeleitkoeffizient Thermische Leitfähigkeit
Akustik
Doppler-Effekt Doppler-Fizeau-Effekt -
Schalldruck Schallwechseldruck -
Glühelektrischer Effekt (?), thermoelektrischer Effekt (?) Edison-Richardson-Effekt, Edison-Effekt, Richardson-Effekt, Glühemission -
Quantenmechanik
(Innerer / Äußerer) photoelektrischer Effekt Lichtelektrischer Effekt, Hallwachs-Effekt, Photoemission Photoeffekt
Austrittsarbeit Auslösearbeit, Ablösearbeit -
Unbestimmtheitsrelation [?] (Heisenbergsche) Unschärferelation, Unschärfeprinzip -
Wirkungsquantum [?] Plancksches Wirkungsquantum, Planck-Konstante -
Bra-Ket-Notation[?] Dirac-Notation, Bracket-Notation -
Erzeugungs- und Vernichtungsoperator Aufsteige- und Absteigeoperator, Hebe- und Senkoperator, Erschaffungsoperator -
Elementarwiderstand[?] Von-Klitzing-Konstante -
Energieoperator[?] (konkreter: Gesamtenergieoperator) Hamiltonian, Hamiltonoperator -
Klein-Gordon-Gleichung Klein-Fock-Gordon-Gleichung, Klein-Gordon-Schrödinger-Gleichung -
Kernphysik
Halbwertszeit Halbwertzeit -
Festkörperphysik
Glanzwinkel Braggwinkel -
Bragg-Bedingung - Bragg-Gleichung
Fermi-Energie Fermi-Niveau, Fermi-Potential -
Elektron-Elektron-Streuung Møller-Streuung -
Mathematik
Cosinus Kosinus -
Integrieren - Aufleiten
Differenzieren - Ableiten
Limes - Grenzwert
Identitätsmatrix Einheitsmatrix -
Lineare Hülle Spann, Span, Aufspann, Abschluss -
Exakte Differentialgleichung Vollständige Differentialgleichung -
Totales Differential Vollständiges Differential -
Gaußscher Integralsatz Satz von Gauß-Ostrogradski, Divergenzsatz Satz von Gauß, Gaußscher Satz
Mantelfläche Hüllfläche -
Skalarprodukt Punktprodukt, inneres Produkt -
Kreuzprodukt Vektorprodukt, vektorielles Produkt, äußeres Produkt -
Zwei Vektoren sind zueinander orthogonal (Orthogonalität). Orthogonale Zwei Vektoren stehen normal zueinander. Ein Vektor steht normal auf der Fläche. Normale. Flächennormale etc. Zwei Vektoren stehen senkrecht aufeinander.
Spatprodukt Gemischtes Produkt -
Hyperkubus - Hyperwürfel
Phasenraum \( \Gamma \)-Raum -
Imaginäre Zahl, Imaginärzahl Eingebildete Zahl, unmögliche Zahl -
Eulerformel Eulersche Relation, Eulersche Formel, Eulersche Identität -
Euler-Maclaurin-Formel Eulersche Summenformel -
\( \sigma \)-Additivität Abzählbare Additivität -
\( \sigma \)-Subadditivität \(\sigma\)-Halbadditivität, abzählbare Subadditivität -
Einfache Funktion Elementarfunktion, Treppenfunktion -
Kurvenintegral Wegintegral, Konturintegral Linienintegral
Ringintegral (für eine geschlossene Kurve) Umlaufintegral, Zirkulation -
Sandwichsatz Einschnürungssatz, Einschließungssatz, Dreifolgensatz, Schachtelungssatz, Quetschlemma, Satz von den zwei Polizisten -
Heaviside-Funktion Thetafunktion, Schwellenwertfunktion, Einheitssprungfunktion -
Homeomorphismus Homöomorphismus -
Biholomorphe Abbildung Schlichte Abbildung -
Sphärische Koordianten - Kugelkoordinaten
Geometrie
Kreiszahl \(\pi\) Ludolphsche Zahl, Ludolfsche Zahl, Archimedes-Konstante -
Flächeninhalt[?] Fläche -
Dreieck Triangel -
Quadrat Geviert -
Rhombus Karo Raute[?]
Quader Rechtkant, Rechtflach -
Parallelogramm Rhomboid -
Parallelepiped Parallelflach, Parallelotop Spat
Polygon - Vieleck
Diederwinkel Torsionswinkel -
Achsensymmetrie Axialsymmetrie -
Stochastik & statistische Physik
Zufallsvariable Zufallsveränderliche, stochastische Variable, stochastische Größe Zufallsgröße, zufällige Größe
Zufallsergebnis (als Element der Ergebnismenge) Grundereignis, atomares Ereignis, Element eines Wahrscheinlichkeitsraums, Elementarereignis Ergebnis
Ergebnismenge Ergebnisraum, Resultatenmenge, Omegamenge, Stichprobenraum -
Theoretischer / empirischer Mittelwert [?] (Quantenmechanischer) Erwartungswert Mittelwert
Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion [WDF] Verteilungsdichte, Dichte -
Dichteoperator Statistischer Operator -
Varianz Dispersion -
Kanonisches Ensemble 8 Gibbs-Ensemble, NVT-Ensemble -
Großkanonisches Potential Landau-Potential -
Determinationskoeffizient Bestimmtheitsmaß -
Fermi-Verteilung 24 Fermi-Dirac-Verteilung -
Bose-Verteilung 25 Bose-Einstein-Verteilung -
Technik
Verbrennungsmotor Brennkraftmaschine -
Hochpass Tiefensperre -
Transformator Umspanner Trafo
Brückenschaltung Vollbrücke, H-Schaltung, H-Brücke -
Galvanometer Rheometer -
Biologie & Medizin
Glucose Glukose, Dextrose Traubenzucker
Aminosäuren Aminocarbonsäuren, Amidosäuren -
Serotonin 5-Hydroxytryptamin, Enteramin -
Noradrenalin Norepinephrin -
Vitamin A1 Retinol, Axerophthol -
Vitamin B1 Aneurin, Thiamin -
Vitamin B2 Riboflavin, Lactoflavin, Vitamin G -
Vitamin B3 Nicotinsäure, Niacin -
Vitamin B5 Pantothensäure -
Vitamin B7 Vitamin H, Biotin -
Vitamin B9 Folsäure, Vitamin M, Vitamin B11, Folat -
Vitamin B11 Cobalamin -
Vitamin C Ascorbinsäure -
Vitamin D3 Calciol, Colecalciferol, Cholecalciferol -
Vitamin D3 Calciol, Colecalciferol, Cholecalciferol -

Fußnoten

  • Gewicht ist der Wert, den eine Waage anzeigt!
  • Gravitationsbeschleunigung - ist die Beschleunigung, die durch die Gravitationskraft hervorgerufen wird. Gravitationsbeschleunigung in der klassischen Mechanik ist gegeben durch: \( g ~=~ -G \, \frac{M}{r^2} \). Gravitationsbeschleunigung als "Ortsfaktor" zu bezeichnen, ist irreführend, weil der Begriff eine dimensionslose Zahl impliziert. Begriff "Erdbeschleunigung" kann auf den Gedanken bringen, dass die Beschleunigung der Erde im Weltraum gemeint ist (z.B. um die Sonne), aber auch die Silbe Erd-beschleunigung bezieht sich ausschließlich auf die Erde, was im Falle von z.B. Jupiter irreführend wäre.
  • Gravitationskraft im Sinne von "Anziehungskraft aufgrund der Massen". In der klassischen Mechanik ist es die Kraft, die durch das Newtonsche Gravitationsgesetz berechnet wird. \( \vec{F}_{\text G} ~=~ m \, \vec{g} \). Dabei heißt \( \vec{g} \) die Gravitationsbeschleunigung.
  • Fallbeschleunigung - ist die Summe aller Gravitationsbeschleunigungen \( \vec{g} \) (z.B. auch Gravitationsbeschleunigung des Mondes) und Zentrifugalbeschleunigungen, die in einem gewählten Bezugssystem (z.B. Oberfläche der Erde) auf einen Körper einwirken. In den meisten Fällen (insbesondere in der Schule) reicht es aus Fallbeschleunigung mit der Gravitationsbeschleunigung - hervorgerufen durch die Erde oder einen anderen Himmelskörper auf dem man sich befindet - gleichzusetzen.
  • Fallkraft (umgangssprachlich: Gewichtskraft) - ist die Kraft, die die Fallbeschleunigung einbezieht: Fallkraft = m * Fallbeschleunigung. Auch, wenn der Begriff "Gewichtskraft" vertraulicher ist, ist er irreführend, weil er das Wort "Gewicht" enthält und Gewicht - mit obiger Definition - hat damit rein gar nichts zu tun. Außerdem wurde "Fallkraft" an das Wort "Falbeschleunigung" angelehnt, wodurch man sich das merken kann. Analog bei Gravitationskraft und Zentrifugalkraft.
  • Haftkraft - wurde ursprünglich als "Haftreibung", "Haftreibungskraft", "Ruhereibung" bezeichnet. Diese Bezeichnungen sind jedoch irreführend, weil sie "-reibung" beinhalten. Reibung ist ein dissipativer Prozess, bei dem das System Energie verliert. Bei dem mit "Haft-, Ruhereibung" bezeichneten physikalischen Phänomen ist dies im Allgemeinen nicht der Fall.
  • Wärmeenergie - kann mit "Wärme" verwechselt werden.
  • Kanonisches Ensemble - analog zum mikronanischen und großkanonischen Ensemble.
  • Flächeninhalt - ist ein Maß für die Größe einer Fläche und ist NICHT die Fläche selbst!
  • Raute - darf nicht mit dem Raute-Zeichen # verwechselt werden.
  • Elementarwiderstand - analog zur "Elementarladung".
  • Unbestimmtheitsrelation - ist eine passendere Bezeichnung, weil z.B. Ort- und Impulsmessungen sehr wohl zu exakten Ergbnissen führen; in dem Messergebnis ist keine "Unschärfe" vorhanden. Die "Unschärfe" soll nur andeuten, dass Messungen an identisch präparierten System nicht zu identischen Ergebnissen führen. Der Zusatz "Heisenbergsche" macht den Begriff viel zu lang und bringt keine großen Erkenntnisse mit sich... genauso wie "Plancksches" bei "Plancksches Wirkungsquantum" oder "Universelle" bei "Universelle Gaskonstante"
  • Temperatur - als allein stehender Begriff, sollte konventionell - in der Wissenschaft - stets die Angabe in Kelvinskala meinen. Aber auch die Angabe "T = 0" bezieht sich auf die Kelvinskala (beachte: T = 0K ≠ 0 °C). In der Wissenschaft müssen Temperaturangaben in Kelvin sein; aber auch im Alltag sollte der Übergang von Celsius/Fahrenheit auf Kelvin passieren, um globale Einheitlichkeit zu schaffen. Natürlich sind die Menschen zur Zeit an die Celsius-Skala gewöhnt, aber sie müssen sich auch trauen, ihre Komfortzone zu verlassen: für die Wissenschaft, für den Fortschritt! Kelvinskala enthält im Gegensatz zur Fahrenheit- und Celsius-Skala den absoluten Nullpunkt bei \( T ~=~ 0 \, \text{K} \), weshalb negative Werte der Celsius-Temperatur (wie z.b: -10°C) und Fahrenheit-Temperatur (wie z.b: -32°F) wegfallen. Außerdem suggeriert die Angabe des absoluten Temperaturnullpunkts in Celsius (0 K = -273,15 °C) oder in Fahrenheit (0 K = -459,67 °F) nicht den absoluten Temperaturpunkt (niedrigste, physikalisch mögliche Temperatur). Ein Normalsterblicher könnte denken, dass z.B. -290,15 °C ebenfalls in der Natur vorkommen kann: warum sollte es denn keine -290,15 °C-Temperatur geben, wenn es schon -10 °C gibt?! Das Besondere an Kelvinskala ist auch, dass mit ihr "Farben gemessen" werden (siehe: Farbtemperatur).
  • Strahlungsdruck - ist gegenüber "Lichtdruck" vorzuziehen, weil "Strahlung[...]" allgemeiner ist als "Licht[...]". "Lichtdruck" könnte höchstens als Spezialfall für das menschliche Auge sichtbare Spektrum fungieren.
  • Energieoperator - ist gegenüber dem Begriff "Hamiltonoperator" bzw. "Hamiltonian" vorzuziehen, da sie nicht selbsterklärend sind, "Energieoperator" dagegen schon.
  • Refraktion und Diffraktion - ist gegenüber den Begriffen "Brechung" und "Beugung" vorzuziehen, weil sie international von der wissenschaftlichen Gemeinschaft verstanden werden können. (Prinzip der Internationalität) Außerdem sind die Begriffe dann analog zu "Reflexion", "Transmission".
  • Breitengrad ist besser als "geographische Breite" und "geodätische Breite", weil es das Prinzip "In der Kürze liegt die Würze" am besten erfüllt. Außerdem ist "Breitengrad" ein Winkel, was aus "geographische / geodätische Breite" nicht ersichtlicht ist (sogar irreführend wegen "Breite"). Zusätzlich passt "Breitengrad" besser zum "Breitenkreis".
  • Spezifischer elektrischer Widerstand kann mit dem "elektrischen Widerstand R" verwechselt werden, wenn "spezifischer" weggelassen wird.
  • Diffraktionsgitter ist besser als Optisches Gitter, weil es allgemeiner ist ("optisch" suggeriert, dass es ist nur für das sichtbare Licht verwendbar ist) und es ist an die englische Bezeichnung "Diffraction grating" (aber auch russische, spanische etc.) angepasst.
  • Bra-Ket-Notation ist besser als Dirac-Notation, weil es mehr aussagt, worum es bei der Notation geht (um die Brackets); gleichzeitig ist es einzigartig im Gegensatz zu Bracket-Notation, womit jede beliebige Klammer o.Ä. gemeint sein kann. Für Zeilenvektoren benutzt man ja auch eine Bracket-Notation (1, 2, 0); jedoch ist es keine Bra-Ket-Notation!
  • Erwartungswert suggeriert einen Wert, der tatsächlich in einem Experiment gemessen werden kann. Der Erwartungswert eines Würfelwurfs ist \( (1+2+3+4+5+6) \cdot 1/6 = 3.5 \). Dieser Wert wird aber niemals bei einem Wurf auftreten, obwohl dieser Wert "erwartet" wird. Besser ist es den Erwartungswert als "Theoretischer Mittelwert" zu bezeichnen, der aus dem empirischen Mittelwert als Grenzwert (unendlich große Anzahl an Würfen) resultiert. Außerdem erfüllt "Theoretischer Mittelwert" ein bisschen besser das Prinzip der Internationalität.

    In der Quantenmechanik kommt der Begriff "Erwartungswert" als Bezeichnung für den "Mittelwert zum Einsatz. Diese Bezeichnung kann aber einen Anfänger in die Irre führen, denn sie erweckt den Anschein, dass es sich beim Erwartungswert um das wahrscheinlichste Ergebnis (man erwartet es schließlich) handelt, wenn eine einzige Messung durchgeführt wird. In Wirklichkeit ist der Erwartungswert in der Quantenmechanik aber ein Mittelwert vieler Messungen!
  • "Abgeschlossenes System" sollte nicht umgangssprachlich für "isoliertes System" benutzt werden, weil es mit dem "geschlossenen System" verwechselt werden könnte. Während das isolierte System keinen Energieaustausch (und keinen Teilchenaustausch) zwischen Innen und Außen zulässt, kann beim geschlossenen System sehr wohl ein Energieaustausch stattfinden (aber kein Teilchenaustausch).
  • "Allgemeine Gasgleichung" suggeriert, dass die Gleichung auch für reale Gase gilt. "Ideale Gasgleichung" dagegen, sagt aus, dass die Gleichung für ideale Gase gilt. Außerdem erfüllt dieser Begriff besser das Prinzip der Internationalität (weil "ideal" international verständlicher ist als "allgemein"). Und im Gegensatz zur Bezeichnung "Thermische Zustandsgleichung idealer Gase" erfüllt "Ideale Gasgleichung" besser das Prinzip "In der Kürze liegt die Würze".
  • "Fermi-Verteilung" ist besser als "Fermi-Dirac-Verteilung", weil sie NUR für Fermionen gilt. Außerdem ist "Fermi-Verteilung" kürzer, ohne dabei das Prinzip der Eindeutigkeit zu verletzen.
  • "Bose-Verteilung" ist besser als "Bose-Einstein-Verteilung", weil sie NUR für Bosonen gilt. Außerdem ist "Bose-Verteilung" kürzer, ohne dabei das Prinzip der Eindeutigkeit zu verletzen.

Noch nicht festgelegte Benennungen

Hilf uns folgende Begriffe einheitlich festzulegen:

  • Gauß-Verteilung oder Normalverteilung...
  • Thermschema oder Niveauschema oder Grotrian-Diagramm...
  • Nullpunktsenergie oder Grundzustandsenergie oder Vakuumenergie oder Quantenvakuum...
  • Protonenzahl oder Kernladungszahl oder Ordnungszahl oder Atomnummer...
  • Aktivität oder Zerfallsrate...
  • Winkelgeschwindigkeit oder Rotationsgeschwindigkeit...
  • Quasiimpuls oder Kristallimpuls oder Pseudoimpuls...
  • Krümmungskreis oder Schmiegekreis...
  • Abelsche Gruppe oder Kommutative Gruppe...
  • Born-Oppenheimer-Näherung oder adiabatische Näherung...
  • Molekülorbital-Näherung oder Hund-Mulliken-Näherung...
  • Valenzstruktur-Näherung oder Heitler-London-Näherung...
  • Gamma-Faktor oder Lorentzfaktor...
  • Delta-Distribution oder Dirac-Funktion oder Stoßfunktion oder Nadelimpuls oder Impulsfunktion...
  • Hilfsmaßeinheit oder Pseudoeinheit oder Pseudomaßeinheit oder Pseudomaß oder Hinweiswort...
  • Dreheisenmesswerk oder Weicheisenmesswerk...
  • Reluktanz (magnetischer Widerstand) oder magnetische Resistenz...
  • Reluktanzkraft oder Maxwellsche Kraft...
  • Graßmann-Algebra oder äußere Algebra...
  • Äußeres Produkt oder Wedgeprodukt...
  • Kollaps der Wellenfunktion oder Zustandsreduktion...
  • Energielücke oder Bandlücke...
  • Mengensystem oder Familie oder Familienmenge oder Mengenfamilie...
  • Partielle Integration oder Produktintegration oder Integration durch Teile...
  • Schallimpedanz, Schallkennimpedanz, akustische Feldimpedanz, spezifische akustische Impedanz, Schallwellenwiderstand, Schallwiderstand, Schallhärte

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