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Alexander Fufaev

Seite 3: Stadt Asow

Im Jahr 1999, nachdem ich mit der 1. Klasse fertig war, zogen wir in die Stadt Asow um, die ungefähr 45 km von Novomirskiy entfernt liegt. Ich wohnte zum ersten Mal in einem Hochhaus – 8 Stockwerke hoch! Dort gab es sogar einen Aufzug! Auch, wenn es da drin manchmal nach Urin roch, missbrauchte ich ihn anfangs oft als „Rakete“, die mich so weit nach oben brachte, dass ich die ganze Stadt überblicken konnte. Ich wollte noch höher hinaus, aber die Treppe, die weiter nach oben führte, war leider durch eine Gittertür versperrt. Doch manchmal hatte ich Glück und die Tür war offen, sodass ich aufs Dach des Hochhauses gelangen konnte.

Alexander Fufaev: Asow Hochhaus
Das Hochhaus in dem wir wohnten (Straße: Moskovskaya)
Alexander Fufaev: Asow, Weg zur Schule
Hier gehts Richtung Schule (wobei ich öfters eine Abkürzung genommen habe)
Alexander Fufaev: Asow, Weg zur Schule
Das war der normale, längere Weg zur Schule.

Von dort konnte ich sogar die andere Seite der Stadt sehen, wo unter anderem meine neue Schule war. Dort ging ich in die 2. Klasse, in der ich meine damaligen Freunde Ivan, Igor, Dima, Timur, Anton, Nikita und andere kennenlernte. Mit manchen von ihnen spielte ich nur in der Schule auf dem Schulhof, mit Anderen auch außerhalb des Schulgeländes.

Mit Mädchen hatte ich damals überhaupt nichts am Hut. Sie waren langweilig. Das einzige „Mädchen“, welches ich gut fand, war meine Klassenlehrerin. In der ersten Reihe sitzend konnte ich ihr süßes Parfum wahrnehmen. Ihr durchdringender blauäugiger Blick ins Unendliche direkt durch mein Gesicht lenkte mich stets von der Übungsaufgabe ab, die in Stillarbeit zu erledigen war. Um ihre Aufmerksamkeit und Nähe zu bekommen, malte ich heimlich immer wieder meinen Schulschrank an, um dann der Klassenlehrerin traurig zu sagen, dass jemand ihn beschmiert hätte. Dann tröstete sie mich mit einer Umarmung. Doch als ich beinahe von der Direktorin erwischt wurde, tat ich dies nie wieder.

Alexander Fufaev: Einschulung in die zweite Klasse
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Hier wurde ich (erste Reihe, zweiter von rechts) in die zweite Klasse eingeschult. Hinten links ist die Schuldirektorin, rechts meine Klassenlehrerin. Zweite Reihe links ist Ivan, dann Igor, dann Dima. Im roten Anzug ist Timur. Neben ihm Anton und dann Nikita. (1. September 1999, Asow)

Nach Schulschluss spielte ich ein bisschen mit anderen Schülern auf dem Schulhof, bevor ich nach Hause ging. Statt den „normalen“ Weg zu nehmen, bevorzugte ich eine von mir entdeckte Abkürzung über einen Zaun und eine Mauer. Nachdem ich über die Mauer geklettert war, gelangte ich an die Rückseite unseres Hochhauses – auf den Hof, wo manchmal die Nachbarskinder spielten. Dort stand auch eine große Schaukel, mit der man mit genügend Schwung sogar 360-Grad-Umdrehungen schaffen konnte. Nach dem Schaukeln ging ich aber wirklich nach Hause, sonst gab es Ärger von Mama.

Alexander Fufaev: Asow, Weg zur Schule
Google-Maps
Hier sieht man von weitem das Hochhaus von der Hofseite. Durch diesen grünen Zaun musste ich klettern, um den kürzeren Weg nach Hause zu nehmen.

Im 1. Stock war unsere Wohnung. Sie hatte ein Wohnzimmer, welches lustigerweise nicht quadratisch, sondern auf einer Seite dreieckförmig war. Dort an der Seite am Fenster stand ein aufklappbarer Tisch, an dem ich Hausaufgaben machte. Auf der anderen Seite des Wohnzimmers stand mein Bett und genau in der Mitte des Wohnzimmers ein Doppelbett, in dem meine Eltern und Dascha schliefen. Darüber, an der Wand, hing ein riesiger orientalischer Teppich noch aus Usbekistan. Gegenüber dem Doppelbett erstreckte sich eine gewaltige Schrankwand mit Kleidung, Büchern, einem Fernseher und einem Videorecorder. Endlich hatten wir auch fließendes Wasser in der Wohnung; und damit auch eine Toilette sowie eine fest verbaute Heizung. Kein Plumpsklo mehr wie in Novomirskiy!

YT-Link
Ich mit meiner Familie in der neuen Wohnung. Abends. (23. Februar 2000, Asow)

Meine Mama arbeitete als Lehrerin, Dima war zuerst ohne Arbeit. Er war jedoch nicht allzu lange arbeitslos, denn Mama fand in der Zeitungsanzeige eine Stelle bei einem Radiosender, wo Dima anschließend als Radiomoderator arbeitete. Als er mich einmal ins Aufnahmestudio mitnahm, hatte ich dort zum allerersten Mal eine Tastatur bedient. Bis ich nun meinen Namen endlich eingetippt hatte, vergingen viele Minuten...

Am Herbstende besuchten uns Galja und Gogi aus Usbekistan. Während der Zeit bei uns, schaffte Gogi sogar alle möglichen russischen Biersorten auszuprobieren.

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Galja und Gogi haben uns besucht (November 2000 bis 31 Dezember 2000, Asow)

Im Winter, am Weihnachten hatte ich und Dascha immer eine Schulveranstaltung, bei der die Kinder erst in einer poetischen Geschichte den Weihnachtsmann retten mussten, um die Weihnachtsgeschenke zu erhalten. Kurz vor Weihnachten wurden die Rollen verteilt, es wurden die Texte auswendig gelernt und geübt. Zu Hause nähte mir dann meine Mama ein zu meiner Rolle passendes Kostüm zusammen. Alles musste gut laufen, denn die Eltern waren unsere Zuschauer!

YT-Link
Eine Weihnachtsveranstaltung in der ich den bösen Wolf spielte (26. Dezember 2000, Asow)

Im Sommer kamen Galja und Gogi wieder aus Usbekistan zu uns. Ich zeigte Gogi den Fluss Don, wo die größeren Jungs von der Brücke ins Wasser sprangen und ich immer protzte, dass ich das auch könnte; ich hätte nur meine Badehose angeblich nicht mit.

Asow: Brücke über dem Don
Das ist die Brücke von der die Jugendlichen in den Fluss Don sprangen. (Asow)
Alexander mit Dascha und seinen Großeltern
Als ich in Asow, Str. Moskovskaya wohnte, besuchten mich die Großeltern Galja und Gogi aus Usbekistan. Hier siehst Du die Schaukel hinter dem Hochhaus in dem ich wohnte. (Und ja: Galja hat ein Feuermal am Gesicht). (Ich bin hier nicht zu sehen. Hab das Foto gemacht)

Während des Stadtrundgangs mit Gogi, kaufte er mir einen olivfarbenen Walkman mit Kassetten. Den trug ich dann stolz - am Gürtel befestigt – bei meinen Asowschen Abenteuern. Er versprach mir noch mehr coole Sachen zu kaufen; ich sollte nur abwarten, bis er mit Galja nach Asow umzieht.

Alexander Fufaev: mit meinem Walkman von Gogi.
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Ich mit meiner Schwester am Schulhof der Schule Nr. 33 - mit meinem Walkman von Gogi. (2001, Asow)
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