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Alexander FufaeVDer Physik-Nobelpreisjäger

Ich wünsche Dir einen supergeilen Tag, Freund
Mein Name ist Alexander FufaeV (ausgesprochen: FU-FÁ-JEF). Ich bin der Gründer des Projekts "universaldenker.de". Zur Zeit studiere ich Physik an der Leibniz Universität Hannover.

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Was habe ich mit dieser Webseite zu tun?

Ich programmiere und gestalte universaldenker.de, schreibe dort - in meiner Freizeit - über physikalische Themen, die in der Schule und im naturwissenschaftlichen Studium behandelt werden, erstelle Videos, zeichne Bilder für die Lernenden und produziere anderes Lernzeug (wie z.B. Aufgaben+Lösungen) oder neue Funktionen auf der Webseite, die das Leben der Lernenden erleichtern sollen. Vor langer Zeit geschriebene Lernartikel werden von mir, soweit wie möglich aktualisiert (d.h. grammatikalische und fachliche Fehler korrigiert, neue Abschnitte und Bilder hinzugefügt, Struktur verbessert etc.). Durch "Problem melden" kannst Du beeinflussen, welchen Artikel ich als nächstes überarbeiten soll.

Was sind meine aktuellen Ziele?

Alexander Fufaev 2017
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Alexander (2017)

Ich möchte gerne das Physikstudium erfolgreich abschließen, auch, wenn ich oft das Gefühl habe, nur langsam voranzukommen.

Mein wichtigstes Ziel ist jedoch - so utopisch es für einige klingen mag - eines Tages den Nobelpreis für Physik zu bekommen, der als ein handfester Beweis für die maßgebliche Beeinflussung der Welt dienen kann. Mir ist es im Laufe meines Lebens und aufgrund relativ vieler Lebenseindrücke bewusst geworden, dass ich nur ein Leben habe; dass ich sowohl meine Existenz, als auch die Existenz des Universums nicht einfach so hinnehmen kann!

Ich möchte die Welt verändern, sie kreativ mitgestalten, denn nur so hinterlässt man Spuren in der Welt! Deshalb wende ich mich der Erforschung des Universums zu, indem ich beispielsweise mich hinsetze und Ideen aus meinem Notizblock ausarbeite. Ich lande meist in einer Sackgasse (entweder nicht genügend Fachkenntnisse oder logische Widersprüche), doch eines Tages - davon bin ich überzeugt - werde ich einen Weg finden, der mich zu einer revolutionären Lösung führt... Ich plane in meine Bacherlorarbeit (falls es mir erlaubt wird) über meine Theorie zu schreiben, was hoffentlich die Wissenschaft bereichern wird.

Ganz egal, was die Zukunft bringt: Physik und Forschung werden immer mein Hobby sein! Meine Lust, die Geheimnisse des Universums zu entschlüsseln, ist unzerstörbar!

Rekonstruktion meiner Erinnerungen...

Alexander Fufaev: Kind 1994
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Jahr 1994: der kleine Universaldenker mit Spielzeugen

Draußen ist es dunkel. Das einzige, was meine Mutter aus dem Fenster des Krankenhauses sah, waren die fallenden Regentropfen, welche nach einem Blitz, wie strahlende Diamanten aufleuchteten. Das war eine schwere Geburt; im wahrsten Sinne des Wortes...

Ort: Sonnensystem, Planet Erde, Land Usbekistan, Stadt Samarkand. Im Sommer 20. Juni, 8 Jahre vor der Jahrtausendwende, 1992. Das war der Tag an dem ich zum ersten Mal die Welt erblickte.

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Usbekistan 1995: Ich mit Mama am 'Dancen'

Bis zu meinem sechsten Lebensjahr verbrachte ich meine Kindheit in einem warmen Land - Usbekistan (ehemalige Sowjetunion). Dort lebte ich mit meinen Eltern und meiner kleinen Schwester Dascha in einem großen Haus. Uns gegenüber stand das Haus meiner Großeltern väterlicherseits. Dort bekochte mich meine Lieblingsomi Galja mit dem leckersten Essen dieses Universums. Ich nannte die Großeltern seit ich sprechen konnte: Galja und Gogi. Galja ist schon richtig gewesen; jedoch konnte ich Georgi nicht aussprechen, weshalb ich den Opa einfach Gogi nannte.

Oma Galja ist im sonnigen Usbekistan, in der Stadt Samarkand geboren. Dort bin auch ich, meine Schwester und mein Vater Dima geboren. Gogi ist dagegen in einer ganz anderen Gegend geboren, nämlich in Weißrussland, in der Stadt Minsk. Ach und übrigens: Lina, die Oma mütterlicherseits, kommt aus der Ukraine und Opa Juri aus Griechenland. Ich trage unterschiedliche Nationen in meinem Blut!

Ich kann mich leider schlecht an die Zeit in Usbekistan erinnern. Aber ich sehe noch den einen interessanten Moment vor meinen Augen, wo ich von einem anderen Kind einen Ball zum Spielen bekommen hatte; doch statt mit dem zu spielen, habe ich den Ball einfach an die erstbeste Fußgängerfrau - mit einem Kind an der Hand - verkauft. Das war wohl mein erstes Geschäft.

Alexander Fufaev: mit seinen Eltern
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Nowomirskiy: der kleine Alexander mit seinen Eltern. (1999)

Meine Mutter Oxana erzählt mir: Sie und Dima wollten mit ein paar Freunden nach Neuseeland auswandern. Sie hatten auch die Möglichkeit dazu - doch so weit weg, am Ende der Welt, auf einer kleinen Insel zu leben, machte insbesondere meiner Mutter Angst...

Stattdessen zogen wir, als ich sechs Jahre alt war, nach Russland - in ein kleines Dörfchen "Nowomirskiy" (Übersetzt: "Neue Welt"), welches sich nicht weit von den Großeltern Lina und Juri befand. Das war im Jahr 1998. Dort wurde ich auch in die 1. Klasse eingeschult.

Wir lebten in einer Wohnung, die aus einem einzigen, jedoch recht großen Zimmer bestand, welches die Küche, Wohnzimmer und Schlafplätze beinhaltete. Die Wohnung war ohne Wasseranschluss, sodass wir das Wasser aus einem Brunnen holen mussten, und wurde nur mit einem kleinen elektrischen Heizkörper beheizt. Die Toilette gab es draußen in Form eines Plumpsklos.

Sowohl die Mama als auch mein Vater arbeiteten beide in einer Schule um die Ecke - als Englischlehrer und meine Mutter zusätzlich als Deutschlehrerin.

Alexander Fufaev: Einschulung in die zweite Klasse
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Hier wurde ich (erste Reihe, zweiter von rechts) in die zweite Klasse eingeschult. Links ist die Schuldirektorin, rechts meine Klassenlehrerin, in die ich sogar ein bisschen verliebt war! =D (1.09.1999)
Alexander mit Dascha und seinen Großeltern
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Als ich in Asow, Str. Moskovskaya wohnte, besuchten mich die Großeltern Galja und Gogi aus Usbekistan. Hier siehst Du die Schaukel hinter dem Hochhaus in dem ich wohnte. (Und ja: Galja hat ein Feuermal am Gesicht). (Ich bin hier nicht zu sehen. Hab das Foto gemacht)

Nachdem ich mit der 1. Klasse fertig war, zogen wir im Jahr 1999 in die Stadt Asow, in die Straße namens Moskovskaya. Ich wohnte zum ersten Mal in einem Hochhaus. Dort bestand unsere Wohnung ebenfalls aus einem Zimmer; diesmal war jedoch die Küche getrennt. Es gab auch einen Wasseranschluss, fest verbaute Heizung und eine Toilette in der Wohnung. Kein Plumpsklo mehr!

Dima und Mama arbeiteten beide in einer Schule. Dima war jedoch nicht allzu lange als Lehrer angestellt, denn Mama fand in der Anzeige eine Stelle bei einem Radiosender, wo Dima anschließend arbeitete; und zwar als Radiomoderator.

Meine Schule (genannt: "Schule № 33") war zu Fuß leicht erreichbar. Dort hatte ich eine Klassenlehrerin, in die ich etwas verliebt war. Sie war sozusagen meine erste Liebe. =D

Es war cool, dass uns in Asow, Galja und Gogi aus Usbekistan besucht hatten. Ich zeigte Gogi die Schule, die ich besuchte. Ich ging mit ihm auch zum Fluss Don, wo die größeren Jungs von der Brücke ins Wasser sprangen. Bei seinem Besuch hat mir Gogi einen coolen Walkman mit Kasetten gekauft. Den habe ich dann stolz - am Gürtel befestigt - unterwegs getragen. Er versprach mir noch mehr coole Sachen zu kaufen; ich sollte nur abwarten, bis er mit Galja nach Asow umzieht. Das taten sie nach 1 oder 2 Jahren wirklich.

Als ich in die 4. Klasse wechselte, zog ich mit meinen Eltern und Dascha in die Straße "Petrovksiy Boulevard" um. Das war eine Schnäppchenwohnung mit ganzen DREI Zimmern! Schnäppchen war die Wohnung, weil sich dort ein alter Mann im Abstellraum erhängt hat. Jedes Mal, wenn ich die Tür des Abstellraums aufgemacht habe, hatte ich Angst ihn am Strick hängen zu sehen... Nach einer Renovierung - insbesondere von Juri (mein Opa mütterlicherseits), der öfters mal vor sich hin geschimpft hatte, weil die Tapeten nicht das taten, was er verlangte - zogen wir in eine gemütliche Wohnung ein.

Dort ging ich auch in eine andere Schule ("Schule № 1"). Sie war viel näher an der neuen Wohnung; außerdem ging meine alte Schule nur bis zur dritten oder vierten Klasse... Jeden Morgen ging ich von zu Hause aus einen komplett geraden Weg durch eine Allee zur Schule. Unterwegs gab es einen Kiosk, bei dem ich z.B. Kaugummis mit Aufklebern kaufte. Es gab unterwegst aber auch eine coole Hirsch-Statue auf einem Hügel, wo die Kinder im Winter mit ihren Schlitten den Hügel herunter rasten.

In meiner Jugend in Asow hatte ich auch irgendwann mein erster Fahrrad in schönem Schwarz bekommen, mit dem ich erstmal bei meinen Großeltern im Dorf auf dem weichen Gras übte, Gleichgewicht zu halten. Und als ich es einigermaßen konnte, hatte ich mit dem Fahrrad in der Stadt, aber auch im Dorf eine Menge Sachen angestellt: vom Abhauen von den bösen Jungs, bis zum "Mountainbiking" auf einem dem 2. Weltkrieg gewidmeten Denkmal.

Im Sommer konnte ich als Kind soviel Zeug anstellen... und was wir auch alles als Kinder gemacht haben... Ein Baumhaus mitten in der Stadt oberhalb eines Tisches, an dem täglich Omas schnackten und wir denen zum Spaß mitten im Sommer einen Böller durch ein Loch in unserem Baumhaus auf dem Tisch geworfen hatten. Sie hatten sich so erschrocken, dass eine von ihnen die Polizei angerufen hatte. Da musste ich zum ersten Mal von einem Streifenwagen abhauen und mich hinter den Hügeln verstecken. Ach! Und die Ressourcen für das Baumhaus hatten wir entweder von der Müllhalde oder von einer sich hinter einer hohen Steinmauer befindenden Baustelle entwendet. Leider wurde unser Baumhaus irgendwann von den bösen Jungs zerstört. Einen von ihnen konnte mein Opa Gogi erwischen als der Jugendliche mir mein Geld abknöpfen wollte. Gogi hatte sich hinter einem Baum versteckt und als er herauskam, hatte der Junge seine Beine in die Hand genommen und ist gerannt wie ein Verrückter...

Einst bin ich mit Sanja und anderen Nachbarkindern zum Denkmal an die Opfer des 2. Weltkriegs gegangen, wo wir öfters Fangspiele gespielt hatten. Dazu mussten wir durch einen Weg voller riesiger Tannenbäume gehen. Unter einem der Tannenbäume hatten wir auch einen am Kleber schnüffelnden Junkie entdeckt - uns war es anscheinend langweilig, weshalb wir ihn ärgern wollten. Er wurde von uns wahrscheinlich fast zum Explodieren gebracht, so böse er aussah. Jedenfalls fing er uns hinterherzulaufen, was ich zuerst als spaßig empfand. Doch irgendwann kam der Moment, wo ich nahe eines noch nicht fertig gebauten, leeren Kioks stand und nur noch Sanja sah, der mir irgendetwas wie "Pass auf" zuschrie. Leider war es schon zu spät... Ich drehte mich um und sah nur noch wie der Junkie mich zupackte. Er zog mich hinter die Ecke und wollte zuschlagen. Zum Glück zögerte er etwas und zum Glück hatte mein lauter Schrei die großen Nachbarjungs, die in Sichtweite auf der Bank chillten, aufmerksam gemacht. Sie hatten sowas wie "Ey, Du" oder sowas geschrien, was den Junkie ablenkte und ich mich aus seinem Griff losreißen und abhauen konnte. Hinter der Erde sah ich dann, wie der Junkie von jedem der Jungs ein paar Arschtritte kassieren musste. Er tat mir fast schon Leid. Jedenfalls war ich froh, dass ich dabei heile geblieben bin. Mit solchen Junkies ist in Russland echt nicht zu spaßen; so einer hätte mich krankenhausreif prügeln können.

Einer von meinen Freunden hatte mal eine Legende verbreitet, dass es in der Stadt ein goldenes Pferd versteckt sei. Wir glaubten ihm das natürlich und hatten uns nach dem Gold auf die Suche gemacht. Taschenlampe, ein Seil, ein Hammer, eine Schaufel und anderes Werkzeug besorgten wir von den Eltern und begaben uns auf die Suche durch die ganze Stadt. Wir hatten einen Loch im Boden in einer verlassenen Gegend zwischen vielen Bäumen gefunden. Es war dunkel dort und man konnte den Boden nicht erkennen. Eine Taschenlampe verhalf uns da; ungefähr 2 Meter tief war es und man konnte anscheinend sogar unten weiter gehen. Wer zuerst mit dem Seil nach unten transportiert wird, entschied "Shing Shang Shong". Leider musste ICH rein... Als ich fast auf dem Boden stand, roch ich etwas Müffelndes; machte meine Taschenlampe an und sah dort Penner schlafen. "Oh, Shit" dachte ich mir nur, dann blickte ich auf die ins Loch schauenden Köpfe meiner Freunde und gab denen ein Signal mich schnellstmöglich herauszuziehen. Wer weiß, was für Obdachlose dort unten waren; vielleicht waren es auch Junkies. Als wir das nächste Mal dort waren, war niemand dort unten. Am Ende des Gangs befand sich eine Wand, hinter der wir glaubten sich das goldene Pferd befand... Wir hauten einige Tage lang mit dem Hammer drauf, um die Wand durchzubrechen, doch ganz durch schafften wir es nicht. Haben es dann aufgegeben. Meine Güte! Zum Glück wurden wir da nicht zugeschüttet.

Leider verließ und eines Tages unser Nachbar und Freund. Er wurde von einem Sog im Asowschen Meer in die Tiefe gezogen, während seine Mutter - so wie sie sagte - ahnungslos am Strand saß. Eine Suche mit dem Hubschrauber war auch schon zu spät. Wir sehen uns bestimmt wieder, Freund!

Mittlerweile wurde mein Vater "befördert", er fand eine neue Arbeit in der Stadt Rostow-am-Don, wo er als Nachrichtensprecher bei DON-TR arbeitete. Jedes Mal habe ich auf Nachrichten mit Dima gewartet und sie mir total gerne angeschaut; wobei Nachrichten, wo Dima nicht vorkam, für mich damals langweilig waren. Und, was Mama's Arbeit anbelangt: Sie unterrichtete an einer Hochschule in Asow die deutsche Sprache.

Galja und Gogi sind nun auch nach Asow von Usbekistan gekommen. Sie kauften sich eine Einzimmerwohnung ein paar Straßen weiter. Zuerst war die Wohnung fast leer; doch Gogi hat sie so unglaublich schön renoviert und ausgestattet, dass sie mir - nach meinen Verhältnissen - sehr luxuriös vorkam. Ich habe Gogi und Galja so gerne besucht! Es gab dort immer das leckerste Essen, welches ich einst in Usbekistan gegessen habe! *seufz* Ich muss sagen, dass diese Google Street View 360° Bilder, die ich manchmal verlinke, mich zu Tränen rühren. Eine 360° Umdrehung und schon sehe ich den Laden, in dem mir Galja etwas Süßes oder Fanta, Cola o.Ä. gekauft hatte; sogar spät abends; wenn ich Lust auf sowas beim Fernsehen bekam.

Am Wochenende gab es meistens gekochte Eier und gekochte Würstchen zum Frühstück. Dima (ich nannte meinen Vater immer beim Namen) hat Kaffee und Zucker in die Tasse, sowie einen Teelöffel Wasser reingetan. Danach hat er das Ganze solange umgerührt, bis die Konsistenz hell braun wurde. (Davon habe ich immer ein bisschen probiert, weil es lecker war). Sobald er dann diese Konsistenz aufgegossen hat, roch es in der ganzen Wohnung und bestimmt auch Draußen nach Kaffee. (Kein Wunder, dass der Kaffee-Geruch bei mir jedes Mal Glücksgefühle auslöst.)

Es war eine wundervolle Zeit! Doch irgendwann erkannte ich, dass die Beziehung zwischen meinen Eltern langsam kaputt ging. Mein Vater kam spät nach Hause von der Arbeit und Mama behauptete immer, dass er fremd ging. Es gab Streitereien und Handgreiflichkeiten. Meine Mutter entschied sich dann zu ihren Eltern ins Dorf "Kharkovskiy" zu ziehen und uns mitzunehmen.

Dort besuchte ich selbstversändlich eine andere Schule, die diesesmal jedoch nur mit dem Bus erreichbar war. Auch meine Mama fuhr dorthin, weil sie dort einige Zeit als Lehrerin der Erstklässler arbeitete. Meine Schwester Dascha wurde dort ebenfalls in die erste Klasse eingeschult. In der Schule hatte ich statt Englisch Deutsch als Fremdsprache. Mehr als "Guten Tag" zu sagen, konnte ich aber trotzdem nicht... *hust*

Alexander Fufaev: mit Onkel aufm Feld
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Ich mit Onkel auf unserem Feld.

Bei den Großeltern habe ich gerne meine Zeit mit Onkel Sascha verbracht, der zwei Häuser weiter wohnte. Ich fuhr mit ihm auf die Felder mit unserem blauen Trecker, um dort zum Beispiel Sonnenblumen anzupflanzen und sie dann im Sommer mit unserem Mähdrescher zu ernten. Half ihm auch beim Rumschrauben an den Aggregaten und anderer Technik. Am meisten hat mir Lackieren der Aggregate mit roter Farbe Spaß gemacht oder den Motor des Treckers zu putzen, sodass er dann silberfarben glänzte. Wenn meine Großeltern mit meiner Mutter in die Stadt weggefahren sind, hat mir Onkel Sascha erlaubt, eine Zigarette zu rauchen! Er besaß immer Zigaretten (namens "Prima") ohne Filter, weil sie nur 2,50 Rubel kosteten. Das waren die billigsten Zigaretten schlechthin.

Am Teich bei den Großeltern
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An warmen Tagen fuhren wir zum Teich nicht weit entfernt, um dort zu Baden. In der Nähe jagten wir Fasane. (Dascha, Juri, Ksjuscha)

Irgendwann haben meine Großeltern einen ersten Computer erworben. Es war meine erste Computererfahrung. Ich wusste noch nicht so ganz wie er funktionierte und durfte deshalb nur unter Aufsicht an den heran. Es gab sogar ein Spiel drauf, namens "Quake III Arena", was ich gerne mit Onkel zusammen spielte. Dieses habe ich aus Versehen an einem Abend entdeckt, weil ich neugierig war, was passiert, wenn ich auf die interessante Verknüpfung auf dem Desktop klicke...

Urlaub: Asowsches Meer
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Am Asowschen Meer. Dort waren wir wahrscheinlich jeden Sommer. Ich mit dem Schwimmring.

An warmen Tagen sind wird öfters zum Teich zum Baden gefahren. An kalten Tagen bin ich mal mit Onkel und Ksjuscha (meine Cousine) dort in der Nähe Fasane und Enten jagen gegangen. Einst war es so windig, dass ich beim Wandern durch das Schilf ins vereiste Wasser gefallen bin... Mein Onkel hat dann ein Lagerfeuer gemacht, an dem ich wieder trocken wurde.

Soweit ich mich erinnern kann, sind wir jeden Sommer zum Asowschen Meer mit dem Auto gefahren. Dort gab es Jet-Ski's. Man fuhr damit etwas weit weg von der Küste, weshalb ich Angst hatte, dass der Jet-Ski umkippt... =D

Einst nach einer erfolgreichen Ernte haben mein Opa und Onkel das rote russische Auto "LADA 2104" verkauft und stattdessen zwei neue ausländische Marken gekauft. 2x "Opel Vectra A" - aber in unterschiedlichen Farben. Es war cool mit dem Onkel, wenn wir von der Stadt mit einem oder beiden Autos nach Hause fuhren "Need for Speed in real life" zu spielen. Das geht ganz einfach: Du überholst einen anderen. Dadurch wird das Ego des anderen Fahrers gekränkt und er überholt Dich. Und schon gehts los... Wenn ich jetzt zurück an die Zeit denke: Meine Güte, wir fuhren alle nicht angeschnallt. Gott sei Dank ist nichts Schlimmes passiert!

Alexander Fufaev: mit Dascha bei Großeltern
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Ich mit meiner Schwester Dascha am Haus von meinen Großeltern. Im Hintergrund die rote LADA, die uns einen großen Dienst erwiesen hat und mit der wir einst einen beinahe schlimmen Unfall hatten.

Aber einst wäre tatsächlich ein um Haaresbreite schlimmer Unfall passiert; aber noch damals, als wir LADA hatten... Mein Opa war am Steuer und wollte einen LKW überholen. Während des Überholvorgangs übeholte UNS links noch ein weiteres Auto und schubste uns in die Seite des LKW's. Auch hier: Gott sei Dank konnte mein Opa nach einigen Drifts einigermaßen die Kontrolle über das Auto behalten. Das andere Auto flüchtete; doch mein Opa gab nicht auf - mit an der Seite total zerstörtem Auto gab er Gas und versuchte ihn einzuholen. Die Flucht dauerte höchstens eine halbe Minute bis der Flüchtling von den Polizisten gestoppt wurde.

Irgendwann kam auch der Zeitpunkt, wo ich plötzlich - wegen Dima's Handgreiflichkeiten gegenüber meiner Mutter - beim Gericht gegen ihn aussagen musste; obwohl ich das nicht wirklich wollte... Nach der Aussage lief ich in die Vaters Arme und umarmte ihn. Die letzten Monate vor der Abfahrt nach Deutschland waren gar nicht schön...

Bevor es nach Deutschland ging, kam Joachim, mein Stiefvater, im Jahre 2004 nach Russland, um uns alle kennenzulernen und sich mit meiner Mutter zu verloben.[6] Er brachte mir zwei Computerspiele mit, wobei ich eines davon ins Herz geschlossen habe. Es heißt: Gothic. Die CD habe ich immer noch im Schrank stehen; wohlverpackt und behütet. Die Dialoge dort waren auf Deutsch, weshalb ich nichts verstand; deshalb fragte ich immer Mama, ob sie mir die Quest übersetzen könnte. Aber das war viel später, als ich schon in Deutschland war... als ich das Spiel in Russland gespielt hatte, konnte ich nicht mal eine am Boden liegende Beere aufheben, weil ich nicht wusste, dass man die Maustaste gedrückt halten und die "Pfeiltaste nach vorne" drücken muss. Das hat dann später Max oder Maxim herausgefunden, die beiden aus meiner Förderklasse in Deutschland. Stattdessen spielte ich eher das zweite von Joachim mitgebrachte Spiel: "Operation Flashpoint: Cold War Crisis"; es war aber auch nicht einfach ein Flugzeug zu steuern... =D

An einem sehr frühen Morgen war es soweit... wir packten noch die letzten Koffer ins Auto hinein und fuhren los. Bevor wir nach Rostow zum Flughafen fuhren, kamen wir noch schnell in Asow bei Galja und Gogi vorbei. Nach dem ich an der Tür geklingelt habe, machte Galja die Tür auf und ich sprang ihr in die Arme. Ich habe zum ersten Mal Galja weinen sehen! Es war ein sehr schmerzhafter Abschied; aber was blieb mir denn schon anders übrig. Die Tickets nach Deutschland waren schon längst gekauft und ich hätte ohne meine Mama und meine Schwestern auch nicht ausgehalten.

Nach einer etwas längeren Fahrt zum Flughafen in Rostow, verabschiedete ich mich auch von meinem Vater, der bereits auf uns am Flughafen wartete. Wir saßen da am Flughafen - ich neben ihm sitzend und wartend... Eine letzte Umarmung und ich, meine Ma, Laura und Dascha gingen zum Flugzeug. In kleinen Zeitintrvallen drehte ich mich um, um meinen Vater noch ein mal zu sehen. Jedes Mal wurde er kleiner und kleiner und meine Angst, dass ich ihn nie wieder sehe, größer und größer...

P.S. dies ist nur ein sehr sehr kleiner Bruchteil, von dem, was ich in meiner Kindheit erlebt habe. Trotz der Scheidung der Eltern, war meine Kindheit - im positiven Sinne - sehr abenteuerlich. Tschüss, meine tolle Kindheit. Tschüss Opa Juri und Oma Lina. Tschüss Tante Olja und Cousine Ksjuscha, Tschüss Onkel Sascha, Tschüss meine allerliebsten Galja und Gogi. Tschüss Dima! Tschüss Russland!

Am 24.-25. März 2005, nachdem meine Eltern sich nach 11 Jahren Ehe scheiden ließen, reisten wir zu dritt nach Deutschland aus.

Am Flughafen in Frankfurt wurden wir von Joachim, meinem Stiefvater empfangen. Als ich sein BWM sah, dachte ich nur WOW; es sah echt schön aus. In Russland fuhren solche Autos irgendwelche Mafialeute.

Als wir nach einer etwas längeren Strecke in Lühnde angekommen sind, war ich auch über sein Haus erstaunt. Es sah - nach meinen Verhältnissen - sehr luxuriös aus. Wir wurden sofort von den Nachbarn besucht, von Jörg und seinem Sohn. Was sie da geredet haben, hatte ich aber nicht verstanden...

Alexander Fufaev: Einschulung in die zweite Klasse
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Klassenfoto: meine Förderklasse-Kameraden an der Geschwister-Scholl-Schule; unter denen Max und Maxim sind. Meine damaligen Russenfreunde! Ich bin im blauen Sportanzug. (2004/2005)

Nach einer kleinen Eingewöhnungsphase besuchte ich die ersten zwei Jahre lang eine Förderklasse in der Geschwister-Scholl-Schule (in Hildesheim) zur Absolvierung der Grundkenntnisse deutscher Sprache.[1] Dort lernte ich Max und Maxim kennen, zwei andere Russen, die für einige Zeit meine Freunde waren. Irgendwann stellten sie mir ein paar andere Russen aus der anderen Förderklasse vor, unter denen Alexey war. Ich würde sagen: er ist mein bester Kumpel hier in Deutschland; auch, wenn wir in letzter Zeit nicht so viel Kontakt hatten. Ich hatte den dreien und anderen Russen mein Spiel "Gothic" ausgeliehen; das Spiel hat nicht nur unsere Sprachkenntnisse verbessert, sondern auch immer für Redestoff in der Schule gesorgt: "Ich war im Wald und da waren Orcs". Irgendwann übernahm ich die Sprache aus Gothic und schrieh bevor ich in den Bus einstieg: "Na warte, Du Lump" und kicherte vor mich hin. Oder: "Zeig mir Deine Ware". Aber nein: ich habe keine Drogen gekauft...

Als Gothic 2 herauskam, wurde es von allen gekauft. Leider war mein Rechner (noch mit Röhrenbildschirm), zu lahm für das Spiel... naja: schließlich war das ein alter Kasten von Joachim, den er nicht mehr gebraucht hatte. Ich auf andere etwas neidisch, weil sie viel weiter im Spiel als ich waren. Doch irgendwann kaufte mir Mama einen guten PC, sogar mit Flachbildschirm.

Im Jahr 2006 kam auch Gothic III heraus; satte 64,99 Euro hat es mich gekostet und es lief auf meinem Rechner erst, als ich die neue Grafikkarte besorgt hatte. Doch als ich es angemacht hatte und die Soundtracks abgespielt wurden, erinnerte es mich an die alten Gothic Zeiten und ich vergoss ein paar Tränchen... =))

Nach dem zweijährigen Besuch der Förderklasse, wechselte ich - mit der Empfehlung "Hauptschule" - in die 8. Hauptschulklasse (an der gleichen Schule), um dort die erworbenen Deutschkenntnisse unter Beweis zu stellen.[2] Es war eine Sprachlernklasse, in der ich "normale Schule" ausprobieren sollte.[3] Dieses Jahr war nicht einfach für mich, denn es fand ein ganz normaler Unterricht statt, in dem ich aufgrund noch unzureichender Sprachkenntnisse nur die Hälfte vom vermittelten Stoff verstand.

Alexander Fufaev: Besuch in Russland 2007
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Ich, Mama und meine Schwestern besuchten unsere Verwandten in Russland (2007).

In den Sommerferien, im Jahr 2007, besuchte ich, meine Mama, Laura und Dascha unsere Verwandten in Russland. Wir waren dort einige Wochen, wobei wir die Hälfte der Zeit bei den Großeltern mütterlicherseits verbrachten und die andere Hälfte war ich und Dascha bei unserem Vater, Galja und Gogi.

Als ich bei Galja und Gogi war, setzte ich mich abends auf eine Bank, an einem Ort, der meine ganzen Erinnerungen von meiner schönen Zeit in Russland wiederbelebt hatte. Die Straßen, durch die ich mit meinen Freunden ging, durch eine Allee, direkt zum Don oder zu einem riesigen Laden, in dem Leute Counter-Strike 1.6 gespielt hatten. Dort lauerten auch größere, "böse" Jungs, die kleinere Kinder (in meinem Alter) aufgehalten haben, um deren Geld abzuknöpfen. Ich wollte so gerne in Russland bleiben, bei Galja und Gogi, bei meinem Vater. Aber als ich wieder in Kharkovskiy war, wurde ich von Oma Lina und anderen überzeugt, nicht zu bleiben; mit der Begründung, dass ich hier keine Perspektive hätte.

Zurück in Deutschland: Nach diesem gescheiterten Jahr meldete ich mich in einer zu meinem Wohnort näher gelegenen Schule an; an der Molitoris-Schule Harsum, in der ich zuächst den Hauptschulabschluss erwarb. Anschließend besuchte ich auch die 10. Klasse, da ich mir dachte, dass mit einem Hauptschulabschluss allein nichts anzufangen ist. Ich glaubte, man meistert sie mit links - falsch gedacht: Wegen meiner Faulheit musste ich eine Ehrenrunde drehen. Beim zweiten Versuch schaffte ich, ohne dass es meine Absicht war, sogar den Notendurchschnitt 2.0, was einem erweiterten Realschulabschluss entspricht.[4]

In der Molitoris-Schule kam ich auch das erste Mal in Berührung mit der Physik - und zwar im Fach Deutsch, als ich ein Referat über eine berühmte Persönlichkeit halten sollte. Damals hatte ich kein großes Vorbild, und so musste ich mir schnell jemanden einfallen lassen, als der Lehrer nach dem gewünschten Thema fragte. Der Erste, der mir in den Kopf kam, war - Einstein, und so beschäftigte ich mich für das Referat mit dem Leben dieses großen Physikers. Dieses Ereignis war jedoch noch nicht ausreichend, um ein wirkliches Interesse für die Physik zu entwickeln. Das wurde erst geweckt, als mir Alexey Doku-Videos über die spezielle Relativitätstheorie schickte. Von so etwas wie Zeitdehnung hatte ich noch nie gehört, und das hat mich verdammt fasziniert. Vom Nobelpreis träumte ich damals aber noch nicht.

Alexander Fufaev: Klassenfoto Robert-Bosch-Gesamtschule
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Klassenfoto: meine Klasse in der Robert-Bosch-Gesamtschule, die ich nach ca. einem halben Jahr verlassen habe. (Erste Reihe, zweiter von rechts). (2011)

Da ich nun die Möglichkeit hatte, einen noch höheren Schulabschluss zu erreichen, habe ich sie kurzerhand genutzt und bewarb mich für eine gymnasiale Oberstufe. Doch schon nach ungefähr einem halben Jahr auf der Robert-Bosch-Gesamtschule schwand meine Motivation aufgrund des unerwartet hohen Schwierigkeitsgrades. Nur zum Fach Chemie ging ich gerne - nicht weil es mein Interesse war, sondern weil der Lehrer mir einen Anstoß zur Entfaltung der Begeisterung für dieses Fach gegeben hatte. In all den anderen Fächern lief es notentechnisch sehr schlecht. Einen Ausweg sah ich nur im Abbruch der 11. Klasse (die ich mit dieser Einstellung eh nicht geschafft hätte) und in der Suche nach einer Ausbildung zum Fachinformatiker.

Am letzten Tag ging ich zum Oberstufenleiter, um ihm die Blumen zu überreichen. Aber nicht für ihn, sondern für meine Mitschülerin Klara, in die ich etwas verknallt war. Hatte mich nicht getraut, ihr die Blumen selbst zu schenken.

Ein halbes Jahr habe ich praktisch nichts gemacht; außer dem Nachdenken über meine Vergangenheit und meine nahe Zukunft. Nach der erfolgreichen Ausbildungssuche und einigen Arbeitstagen kamen wieder Zweifel hervor - ob dieser Beruf der Richtige ist. Irgendwie wusste ich nicht, was ich vom Leben will. Als ein "Computerschrauber" wollte ich nicht enden, und beim Wettbewerb um einen Ausbildungsplatz in einem recht großen Unternehmen als Webentwickler hatte ich nur den zweiten Platz belegt. Knapp daneben ist auch vorbei.

Alexander Fufaev: Abitur an der Werner-von-Siemens Schule
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Werner-von-Siemens Schule 2014: Allerletztes Klassenfoto - Abitur geschafft!

Heute bin ich so froh über diese Niederlage! Denn daraufhin meldete ich mich an der Werner-von-Siemens Schule an. Ein paar gute Noten in Physik führten dazu, dass meine Mitschüler und mein Physiklehrer Herr Kröll anscheinend der Ansicht waren, ich hätte ein Talent für das Fach. Es fühlte sich gut an, gelobt zu werden und in der Klasse als "der Physiker" zu gelten - diesen Eindruck wollte ich aufrechterhalten. Auch die Abschweifungen des Physiklehrers in besonders interessante Themenbereiche brachten mich zu der Entscheidung, nach dem Abitur Physik zu studieren. Im Jahr 2014 beendete ich die Schule erfolgreich mit der Allgemeinen Hochschulreife; jedoch mit einem prickelnden Notendurchschnitt von 3,3.[5]

Durch Absolvierung des Abiturs habe ich mir das Studieren an der Leibniz Universität Hannover ermöglicht, um später durch Erwerb fachspezifischer Kenntnisse im Bereich Physik einen bahnbrechenden Durchbruch in der Wissenschaft zu verwirklichen.

Erstes Semester des Studiums lief überhaupt nicht gut: Zu viel Wissen, zu viel Druck auf einmal. Die Einführungswoche habe ich nicht besucht, weshalb es dann während des Studiums schwer war, sich einer Lerngruppe anzuschließen, weil diese sich während der Einführungswoche gebildet hatten. Und sonderlich offen für soziale Kontakte war ich nicht... Der einzige Trost war meine Bekanntschaft mit Jenny (Geschichte im Videoformat); doch sie hielt nicht lange.

Schon bald führte eine Kombination von Dingen - der ungewohnten Druck in der Uni, Meckereien zu Hause, der Verlust meiner ersten Freundin Jana, und danach auch der Tod meines Opas Juri - dazu, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben in eine schwere depressive Phase fiel. In den Vorlesungen starrte ich nur auf die Tafel, ohne den Inhalt zu sehen. Dann fielen immer die Tränen und ich wollte schnellstmöglich nach Hause fahren. Diese tiefe Traurigkeit trat bei mir auch ständig auf dem Weg zur Mensa auf, weshalb diese Orte selbst jetzt - zwei Jahre danach - bei mir noch merkwürdige Gefühle verursachen.

OE-Woche: Leibniz Uni Hannover
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OE-Woche 2015 Leibniz Uni: Mit der Tüte auf dem Kopf, wie es sich für einen Physikgangster gehört.
Alexander Fufaev mit Harald Lesch
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Ich mit Prof. Harald Lesch: Leibniz Universität Hannover (2015)

Mitte des zweiten Semesters ging es mir wieder besser - doch fachlich verstand ich nun nichts mehr in der Uni, da der Stoff auf das verpasste erste Semester aufbaute. Und die Module des ersten Semesters konnte ich nicht sofort wiederholen, weil sie im Sommersemester nicht angeboten wurden. Das alles sah ich anfangs als großen Misserfolg an - doch wie sich zeigte, war es eine notwendige Bedingung für das Erreichen eines meiner Lebensziele. Denn so musste ich bis zum nächsten Wintersemester warten, wo ich mit neuer Motivation quasi von vorne begann. Diesmal wollte ich es besser machen: Ich organisierte eine Lerngruppe und ging zur Einführungswoche für die neuen Erstsemestler - und dort lernte ich dann meine Liebe des Lebens kennen. In ihren Händen fühlt sich mein Geist sehr geborgen. Sie 'glättet' jede emotionale Spannung, wie ein Kondensator hoher Kapazität.

Aufgetankt mit frischer Energie und durch die Unterstützung der Kommilitonen, habe ich im Februar 2016 das erste Semester erfolgreich mit allen dazugehörigen Klausuren absolviert.

Auch im darauffolgenden Semester, im Sommer 2016, bestand ich alle erforderlichen Module. Hier habe ich interessante neue Dinge gelernt, die mich immer noch beschäftigen: Maxwell-Gleichungen.

Hier lernst Du etwas über meine Art kennen

Was ist meine größte Angst?

Wenn ich mir alle möglichen Ängste bewusst mache, dann ist das der Verlust meiner Eltern oder meiner Freundin - durch den Tod. Außerdem macht es mir Angst, wie schnell eigentlich die Zeit vergeht und sie vergeht immer schneller, je älter ich werde... ICH WILL NOCH LANGE LEBEN - UND ZWAR ZUSAMMEN MIT MIR WICHTIGEN MENSCHEN!

Wie viele Freunde habe ich?

Ich habe keine richtigen Freunde, zumindest keine, mit denen ich regelmäßig etwas unternehme. Den Grund dazu kann ich Dir nicht genau sagen, aber meine Vermutungen sind: Erstmal bin ich ein richtiger Nerd - sitze gerne in der Freizeit am PC und arbeite an meiner Webseite, gucke YouTube, google irgenwelchen Mist oder zocke. Ich gehe also nicht wirklich aus, um potentielle Freunde kennenzulernen. Manchmal gehe ich jedoch in meinen Lieblingsclub, genannt "Baggi", um dort zu tanzen.[7] Ich liebe es, auffällig und auf meine Weise zu tanzen (wenn man es als Tanzen im konventionellen Sinne bezeichnen kann). Wenn die Musik laut wird, kann ich meinen Körper einfach nicht mehr kontrollieren. Jedenfalls werde ich dort meistens nur bezüglich meiner - aus der einen Sicht drogenartigen, aus der anderen Sicht super coolen - Dance-Moves angesprochen oder einfach auf Kamera aufgenommen. Bin gern ganz früh da, um die Tanzfläche ganz allein für mich zu haben. Und nein, ich besaufe mich dort nicht... Es macht auch ohne Alkohol Spaß!

Weiterer Grund, warum ich keine richtigen Freunde habe, ist möglicherweise folgender: Es fällt mir schwer, das blöde Gelaber über banale Dinge (genannt Smalltalk) aufrechtzuerhalten. Es fällt mir auch schwer, neuen Menschen zu vertrauen - und ohne Vertrauen traue ich mich nicht, bestimmte Dinge zu sagen oder etwas bestimmtes zu tun, was ich normalerweise tun würde, wenn ich diesem Menschen vertrauen würde. Durch das künstliche Verhalten wirke ich auf andere wahrscheinlich gleichgültig, weshalb sie denken, dass ich gar kein Interesse an der Freundschaft oder Interaktionen mit ihnen habe. Dabei stimmt das nicht - in Wirklichkeit hätte ich ÜBERHAUPT NICHTS gegen Freunde fürs Leben.

Wann habe ich zum letzten Mal in Gegenwart einer anderen Person geweint?

Ich weine oft. Aber nein - nicht, weil ich traurig bin! Die mich zu Tränen bringende Traurigkeit habe ich schon seit längerer Zeit nicht mehr erlebt. Wenn ich weine, dann, weil der Film gut war oder, wenn ich über etwas wichtiges spreche; mit meinem Girlfriend.

Weinen ist für mich wie Lachen - eine Emotion, die nicht unterdrückt werden darf. Nicht mal in der Schule! Selbst im Unterricht (zumindest in der Oberstufe) habe ich ein paar Tränchen vergossen, wenn wir einen rührenden Text gelesen oder Film gesehen haben.

Warum tue ich das, was ich tue?

Ich programmiere neue Dinge, zeichne Bilder, schreibe Lerntexte, erstelle Lernvideos und anderes Lernzeug für universaldenker.de, ich arbeite meine Ideen aus (unter anderem physikalischer Natur), ich zocke gerne, ich gehe gerne bei sehr lauter Musik und Atmosphäre tanzen - ALLES DAS TUE ICH, WEIL ES MIR SPAß MACHT!

Spaß ist für mich viel wichtiger als Geld. Am liebsten würde ich nur Dinge machen, die mir Spaß machen, aber trotzdem nicht auf der Straße leben und hungern müssen.

Das tun, wofür sich das Aufstehen am Montag lohnt - und dann am Ende noch feststellen, dass man durch das Spaßhaben sogar anderen Menschen beim Lernen geholfen oder sie amüsiert hat.

"Ich glaube, du bist ein sehr tiefgründiger Mensch, dem das Wissen und Begreifen der Dinge sehr wichtig ist. Doch dich interessiert nicht nur ein technisches Verständnis der Welt, sondern auch ein poetisches. Für dich ist ein Gedanke nie zu Ende gedacht, eine Wahrheit nie wahr genug, ein Ende nie endgültig genug. Es käme dir nie in den Sinn, irgendetwas oberflächlich abzutun und so "dahinzuleben". Gerade auf sprachlicher Ebene wünschst du dir Grenzenlosigkeit. Etwas nicht ausdrücken zu können, was in dir drin ist, ist eine Folter für dich. Du möchtest etwas bewegen, Fußspuren hinterlassen und die Welt verändern, ohne dich als Mensch ganz und gar diesem Ehrgeiz zu verschreiben. Denn trotzdem sind dir Frau und Kinder wichtig. Du bist ein Denker und Grübler und Skeptiker und Pessimist, der für mathematisch-physikalische Axiome und Gesetzmäßigkeiten genauso offen ist wie für Spiritualität und das an Magie grenzende Phänomen der Verliebtheit." - DontTrustTheRabbit (von YouTube)

Einzelnachweise und Anmerkungen

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Letzter Kommentar: "Einfach nur klasse. Weiter so! Frage: könntest du eventuell was zur Fourier- Reihe und Analyse machen?"

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